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Dickens auf Ruhrpott-Art: Im Mondpalast von Wanne-Eickel wird Weihnachten „hairlich“

23. Oktober 2026

Dickens auf Ruhrpott-Art: Im Mondpalast von Wanne-Eickel wird Weihnachten „hairlich“

Weihnachten wird in diesem Jahr im Mondpalast von Wanne-Eickel eine haarige Angelegenheit: Mit der neuen Komödie „Eine ‚hair‘liche Weihnachtsgeschichte“ bringt Deutschlands großes Volkstheater ab Mittwoch, 18. November 2026, eine ebenso turbulente wie unterhaltsame Variante des berühmten Weihnachtsklassikers von Charles Dickens auf die Bühne. Geschrieben hat das Stück Autor Andreas Wunnenberg, Regie führt Ekki Eumann. Und eines steht schon jetzt fest: Wenn Dickens auf Wanne-Eickel trifft, bleibt garantiert kein Haar auf dem anderen.

Statt im viktorianischen London spielt die Geschichte im Friseursalon „Hair-lich“. Dort führt Jenny Schrouge das Regiment. Eine Frau, die mit der Weihnachtszeit herzlich wenig anfangen kann und deren Name nicht zufällig an Dickens‘ berühmten Geizhals Ebenezer Scrooge erinnert. Doch auch die resolute Salonchefin bleibt von überraschenden Begegnungen und weihnachtlichen Erkenntnissen nicht verschont. Und so nimmt eine Weihnachtsgeschichte ihren Lauf, bei der es um weit mehr geht als um Waschen, Schneiden und Föhnen.

Autor Andreas Wunnenberg hat den literarischen Klassiker für die Mondpalast-Bühne neu interpretiert. Aus Dickens‘ zeitloser Erzählung über einen hartherzigen Menschen, der den wahren Sinn von Weihnachten erkennen muss, wird eine Komödie mit eigenständigen Figuren, Wortwitz und reichlich Ruhrgebietsflair. Dabei bleibt die zentrale Botschaft der Vorlage erhalten: Weihnachten ist vor allem ein Fest der Menschlichkeit, der Nächstenliebe und des Miteinanders.

„Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens spielt in einer recht kalten Atmosphäre. Ich wollte etwas hochfrequentiertes und Lebendiges. Und wo ist es zu Weihnachten am vollsten? Meistens im Friseursalon“, erzählt Andreas Wunnenberg. Zehn Jahre lang war er als Schauspieler am Mondpalast beschäftigt, seit einiger Zeit arbeitet er festangestellt im Theaterbüro. „Der Wunsch am Schreiben war immer da“, erklärt Wunnenberg, der mit diesem Stück seine Premiere aus Autor feiern wird.

Ein Weihnachtsklassiker mit neuem Schnitt Für die Inszenierung zeichnet Regisseur Ekki Eumann verantwortlich. Er bringt die Geschichte um Jenny Schrouge und ihren Friseursalon mit dem Ensemble des Mondpalasts auf die Bühne. Bei einer Medien- und Social-Media-Probe am Donnerstag, 22. Oktober, gewährte das Theater bereits erste Einblicke in die neue Produktion. Dabei konnten die Gäste einen Ausschnitt aus der Inszenierung erleben und mit den Beteiligten ins Gespräch kommen.

„Das Zusammenspiel der einzelnen Figuren ist wichtig. Der Autor, das Ensemble und ich sind im ständigen Austausch. Das wird eine richtig runde Sache“, ist sich der Regisseur, bereits knapp dreieinhalb Wochen vor der Premiere sicher.

Mit „Eine ‚hair‘liche Weihnachtsgeschichte“ setzt der Mondpalast seine Tradition fort, bekannte Stoffe mit einer gehörigen Portion Humor und Lokalkolorit neu zu erzählen. Die neue Weihnachtsproduktion richtet sich dabei nicht nur an eingefleischte Dickens-Fans, sondern an alle, die in der Adventszeit einen ebenso amüsanten wie stimmungsvollen Theaterabend erleben möchten.

„Es wurde einfach mal Zeit für etwas weihnachtlich-neues“, sagt Marvin Boettcher. Die traditionelle Mondpalast-Weihnachtskomödie steht zwar noch zweimal auf dem Spielplan (26.-27.12.), doch in diesem Jahr liegt der Fokus der Vorweihnachtszeit auf dem Frieursalon „Hair-lich“ in Wanne-Eickel. „Wir freuen uns sehr auf dieses neue Stück und wir freuen uns vor allem darauf, dass mit Andreas Wunnenberg ein ehemaliger Schauspieler unseres Hauses als Autor fungiert“, so der Theaterdirektor.

Bis zur Premiere am Mittwoch, 18. November, um 20 Uhr wird auf der Bühne des Mondpalasts noch fleißig geprobt. Dann öffnet der Friseursalon „Hair-lich“ erstmals vor Publikum seine Türen. Und vielleicht zeigt sich am Ende, dass sich nicht nur Frisuren, sondern auch festgefahrene Einstellungen verändern lassen. Ganz im Sinne von Charles Dickens – aber mit einem unverwechselbaren Wanne-Eickeler Schnitt.

„Eine ‚hair‘liche Weihnachtsgeschichte“ feiert am Mittwoch, 18. November 2026, um 20 Uhr ihre Premiere im Mondpalast von Wanne-Eickel. Im Anschluss läuft die neue Weihnachtskomödie, bis einschließlich Sonntag, 20. Dezember 2026, an den vorweihnachtlichen Wochenenden durch.

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